Wie wichtig ist Vitamin D für die Gesundheit?

Für die meisten Menschen ist ein Sonnentag gleichzusetzen mit guter Laune, man fühlt sich wohl und Lachen ist gesund. Das hat seinen Grund. Die Sonnenbestrahlung ist für uns äußerst wichtig, denn sie liefert einen wichtigen Bestandteil für die Versorgung mit Vitamin D. Dies ist ein Oberbegriff für mehrere Verbindungen, unter anderem Vitamin D2 und Vitamin D3. Vitamin D2 findet man in verschiedenen Pflanzen und Pilzen, Vitamin D3 ist nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten.

Vitamin D Produktion

Sonne macht gute Laune und regt die Vitamin D Produktion in unserem Körper an (c) istock.com/ CentrallTAlliance

Der menschliche Körper wandelt in Haut, Leber und Nieren die Stoffe, die er durch das Sonnenlicht aufnimmt, in Calcitriol um, dessen Funktion einem Hormon entspricht. Mit Hilfe der Sonnenbestrahlung sind wir in der Lage, durch körpereigene Produktion Vitamin D zu bilden. Wer im Sommer täglich etwa eine halbe Stunde ohne UV-Schutz Gesicht, Arme und Beine dem Sonnenlicht aussetzt, speichert in seinem Körperfett das fettlösliche Vitamin. Sind die Speicher voll, reicht der Vitamin-Vorrat über den Winter. Doch je länger die Zeit der Grippe und Erkältung dauert, desto geringer werden die Reserven. Lange Sonnenbäder sind aufgrund der Hautkrebsgefahr zu vermeiden, wohldosierte Sonnenbestrahlung im Freien ist aber unverzichtbar. Sonnenbestrahlung hinter Glas, in der Wohnung oder im Auto, ist nutzlos, da UV-Strahlen nicht durchdringen und die körpereigene Vitamin- Herstellung in Gang setzen.

Die Aufgaben vom Sonnenvitamin

Vitamin D ist eine wichtige Substanz für all unsere Körperzellen und das Immunsystem. Es reguliert den Calciumspiegel im Blut, sorgt für die Bildung von Knochenstammzellen und fördert die Muskelkraft.

Der tägliche Bedarf

Alter, Hauttyp und Lebensgewohnheiten sowie Wohnort und Dauer der Sonnenbestrahlung spielen eine Rolle beim individuellen Bedarf. Ein geringer Teil kann über die Ernährung gedeckt werden. Vitamin D steckt unter anderem in folgenden Lebensmitteln: fettreicher Fisch, Eier, Avocados, Milch, Käse, Rinderleber und Pilze. Da ihr Vitamin-D-Gehalt eher gering ist, ersetzen sie jedoch nicht die körpereigene Produktion durch Sonnenbestrahlung. Offizielle Referenzwerte aus Studien zur Vitamin D Versorgung liegen bei 20 Mikrogramm für Menschen ab 1. Jahr. Empfehlungen geben für Säuglinge einen Wert von 10 Mikrogramm täglich an. Diese Referenzwerte sind jedoch nur relevant, wenn die Versorgung nicht durch natürliche Sonnenbestrahlung gewährleistet werden kann.

Mangel an Vitamin D

Da mit dem Alter die körpereigene Vitamin-Produktion abnimmt, ist ein Mangel bzw. einer Unterversorgung in erster Line bei älteren Menschen wahrscheinlich. Hier kann eine Versorgung mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel, in Form von Kapseln oder anderer Präparate, vorgenommen werden. Zum Schutz vor Rachitis erhalten Säuglinge ebenfalls zusätzliche Vitamin-Präparate, die sogenannte Rachitis-Prophylaxe, um einen gesunden Knochenaufbau zu garantieren. In den letzten Jahren ist in Deutschland bei vielen Menschen ein Mangel festgestellt worden. Dies ist sicherlich auf ein geändertes Freizeitverhalten zurückzuführen.

Vitamin D Mangel

Im Alter nimmt die körpereigene Vitamin Versorgung ab und eine Unterversorgung wird wahrscheinlicher (c) istock.com/ monkeybusinessimages

Statt sich in der Natur, sprich in der Sonne, aufzuhalten und damit die körpereigene Produktion von Vitamin D anzukurbeln, sitzen die Menschen lieber in geschlossenen Räumen vor dem Computer oder Fernseher.

Erkrankungen durch einen Mangel

Ein Mangel bei der Versorgung mit Vitamin D ist immer eine ernst zu nehmende Erkrankung mit oft ungünstigen Folgen. Das Fehlen des lebenswichtigen Kalziums kann zu Bluthochdruck führen, schwächt das Immunsystem und begünstigt Allergien. Bei Erwachsenen leidet die Stabilität des Knochengerüstes, die Knochendichte verringert sich. Die Muskelkraft lässt nach, es tritt Muskelschwäche auf, die Knochen schmerzen. Ältere Menschen, deren körpereigene Produktion nachgelassen hat, stürzen leichter, die Gefahr von Knochenbrüchen steigt. Außerdem erhöht sich das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Bei Kindern kann der Mangel zu Rachitis führen, es entstehen Verformungen der Knochen. Da tatsächlich bereits viele Menschen Mangelerscheinungen haben, ist besonders für Kinder und Ältere eine zusätzliche Versorgung mit entsprechenden Kapseln empfehlenswert, bei bestehender Osteoporose ist dies sogar unerlässlich. Zudem konnte eine Studie herausfinden, dass eine Unterversorgung von Vitamin D bei Kindern eine Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen und Diabetes, welche erhöhte Blutzuckerwerte mit sich bringt, begünstigt.

Vitamin D-Mangel Selbst-Test

Folgender Test soll Ihnen eine grobe Einschätzung vermitteln, ob Sie eventuell an einem Vitamin Mangel leiden. Natürlich sollten Sie den Test nicht als eindeutige und einzige Diagnose werten und in jeden Fall bei Unwohlsein einen Arzt aufsuchen. Ein Indiz für einen Vitamin D Mangel können auch weiße Flecken auf den Fingernägeln sein. Haben Sie einen kleinen Fleck ist das nicht bedenklich. Achtsam sollten Sie sein, wenn es mehr Flecken werden, dann könnte dies ein Hinweis auf einen Vitamin D Mangel sein. Beantworten Sie für den Selbsttest nun einfach folgenden Fragen mit nie bis häufig und schauen Sie sich anschließend die Auswertung an.

VitaminD_Mangel_Test1

VitaminD_Mangel_Test2

 

 

 

 

 

 

 

 

VitaminD_Mangel_Test3

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Test-Auswertung
Haben Sie 1 oder 2 Fragen mit selten (mittlerer Kreis) bis häufig angekreuzt bzw. 3 Fragen mit selten angekreuzt, weisen Sie nicht das typische Bild einer Mangelerscheinung auf. Allerdings seien Sie achtsam, denn Symptome eines Mangels können anfangs ausbleiben und bei manchen Menschen stärker oder weniger stark ausgeprägt sein.

Haben Sie 3 bis 6 mal selten bis häufig angekreuzt, könnten Sie an einem Vitamin D Mangel leiden. Wir empfehlen Ihnen dies ärztlich untersuchen zu lassen.

Haben Sie mehr als 7 der Fragen mit selten, häufig oder einem Mix von beidem angekreuzt, ist dies sehr bedenklich und Sie sollten dringend zum Arzt gehen und das genau untersuchen lassen.

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