Triglyceride erhöht – Was tun, um die Blutfettwerte zu senken?

Triglyceride sind Nahrungsfette (früher auch Neutralfette genannt), werden also mit der Nahrung aufgenommen. Das klingt erstmal nicht weiter schlimm – ist es auch nicht, sondern sogar notwendig. Denn Triglyceride dienen als Energieträger und als Energiespeicher im Körper. Vereinfacht gesagt nutzt dein Körper Triglyceride also

Laborröhrchen für Triglyceride-Test

Um festzustellen, ob die Triglyceride erhöht sind, ist ein Bluttest notwendig ©istock/jarun011

  • sowohl für den aktuellen Bedarf: diese Nahrungsfette werden in die Blutbahn gegeben
  • als auch für schlechtere Zeiten: diese Fette werden im Fettgewebe abgespeichert

Dein Körper nimmt Triglyceride nicht nur über Lebensmittel auf, sondern stellt diese auch selbst her: vorwiegend aus Alkohol und überschüssigem Zucker. Das führt uns zu den negativen Seiten dieser Blutfette: Wenn die Triglyceridwerte erhöht sind, kann es nämlich zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen kommen. Im Folgenden liest du, was du tun kannst, um erhöhte Triglyceridwerte zu bekämpfen.

Symptome für erhöhte Triglyceride

Ähnlich wie bei erhöhten Cholesterinwerten ist es in der Regel nicht an speziellen Symptomen auszumachen, wenn erhöhte Triglyceridwerte vorliegen. Festgestellt werden sie über einen Bluttest. Wenn der Laborbefund eine Triglyceridkonzentration von mehr als 150 mg/dl (Milligramm pro Deziliter) bzw. 1,7 mmol/l (Millimol pro Liter) ergibt, gilt der Triglyceridspiegel als erhöht. Dann liegt eine Hypertriglyceridämie, zu Deutsch Fettstoffwechselstörung vor, die behandelt werden sollte.

Übrigens können die Triglyceridwerte auch zu niedrig sein. Dieser Fall ist aber selten. Ursache ist dann meist Unter- bzw. Mangelernährung oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Oder wenn Medikamente zur Senkung der Triglyceridwerte überdosiert wurden.

Triglyceride erhöht – wo kommt es her?

Wenn die Blutfette (stark) erhöht sind, kann das verschiedene Ursachen haben, etwa

  • eine Nierenerkrankung,
  • Gicht,
  • erbliche Vorbelastung,
  • Alkoholmissbrauch oder
  • schlichtweg Übergewicht.

Hypertriglyceridämie und die Folgen

Ein erhöhter Triglyceridspiegel kann zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen, zum Beispiel zu  Thrombosen oder zu Arteriosklerose (Verkalkung der Blutgefäße), die wiederum zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können. Bei extrem hohen Triglyceridwerten (1000 mg/dl) droht eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Teller mit Fisch und Gemüse

Wenn die Triglyceridwerte erhöht sind, sollte man zu Fisch und Gemüse greifen © istock/Kanawa_Studio

Was tun, um die Blutfettwerte zu senken?

Bei nicht zu stark erhöhten Triglyceridwerten reicht es oft schon, die Ernährung umzustellen. Verzichten solltest du in jedem Fall auf

  • Alkohol (oder den Konsum zumindest sehr stark einschränken)
  • Süßwaren (und jede Nahrung, die viel Zucker, Honig und Zuckeraustauschstoffe enthält)
  • Butter und andere tierische Fette
  • Konserven und andere Fertigprodukte

Stattdessen sind Speisen zu empfehlen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Setze vermehrt Fische wie Lachs, Thunfisch, Hering, Sardinen oder Makrele auf den Speiseplan. Auch Spinat, Walnüsse, Leinsamen, Rapsöl, Sojaöl, Leinöl, Olivenöl und Fischölkapseln helfen. Und grundsätzlich solltest du auf Gemüse, Kräuter und Obst setzen – selbstverständlich frisch!

Wenn die Hypertriglyceridämie auf Übergewicht beruht, solltest du zusätzlich vermehrt Sport treiben. Wohl überflüssig zu erwähnen, dass auch das Rauchen besser einzustellen ist.

Es gibt auch Medikamente, die die Triglyceridwerte in die Höhe treiben. Dann gilt es in Absprache mit dem Arzt, Alternativen zu finden.

Bei stark erhöhten Triglyceridwerten wird eine Umstellung der Ernährung allein nicht reichen – dann ist eine medikamentöse Behandlung unabdingbar.

Hypertriglyceridämie wirksam bekämpfen

Wenn die Blutfettwerte zu hoch sind, geht dies oft einher mit Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, zu hohem Cholesterinspiegel etc. – daher ist eine medikamentöse Therapie immer individuell auf den Patienten auszurichten. Allein schon die Bestimmung der Blutwerte können abhängig von äußeren Einflüssen stark schwanken und sind daher nicht isoliert zu betrachten, sondern sollten mehrfach gemessen werden. Eine wirksame Behandlung ist daher in sorgfältiger Absprache mit dem Hausarzt zu realisieren.

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