Moderne Medizin: EDV-Visitenwagen und sensorgesteuerte Miniroboter

Mit der Benutzung von modernen, medizinischen Geräten wie digitalen Visitenwagen oder sensorgesteuerten Minirobotern lässt sich sehr viel Geld sparen: Das zeigten immer wieder verschiedenste Studien der vergangenen Jahre. Die aktuelle Studie wurde von der Technischen Universität Berlin angestrengt und belegt, dass eine moderne Ausrüstung dem deutschen Gesundheitssystem helfen könnte, jährlich 1,5 Milliarden Euro einzusparen. Trotzdem kommt für viele Krankenhäuser und Arztpraxen ein Umstieg auf digitale Pflegeplanung noch nicht in Betracht: Das deutsche Gesundheitssystem leidet unter einem Modernisierungsstau.

Der digitale Visitenwagen spart Zeit und Geld

Krankenhäuser nutzen moderne Medizin

Moderne Medizin in Krankenhäusern

Ein gutes Beispiel für den Modernisierungsstau in deutschen Krankenhäusern ist der Wandel des Visitenwagens. Der klassische Visitenwagen ist ein klobiger Rollcontainer, in dem die Patientendaten gesammelt werden können. Der klassische Vistenwagen bietet ausreichend Platz für die Krankenakten, Röntgenbilder sowie weitere Informationen, die der Arzt zu seinem Patienten wissen muss. Zu jeder Visite wird der Wagen mitgerollt, um die Inforamtionen zur Hand zu haben – daher auch der Name Visitenwagen.

Der moderne Visitenwagen spielt eine wichtige Rolle im sogenannten papierfreien Krankenhaus: Statt alles per Hand in schwere Akten zu schreiben, werden die Krankendaten in der modernen Variante des Visitenwagens digitalisiert. Deshalb hat der moderne Wagen meist ein Notebook oder sogar einen Tablet-PC an Bord, womit die Daten schnell erfasst und abgerufen werden können. Ein weiterer Vorteil vom digitalen Visitenwagen: Aufgrund des Verzichts auf Papier, kann der Wagen mit PC-Integration deutlich schlanker und leichter gebaut werden, was seine Nutzung erleichtert.

Trotz der recht hohen Anschaffungskosten setzen immer mehr Krankenhäuser auf die Visitenwagen von Standard Systeme & Co., weil sie die Arbeit erheblich erleichtern und dabei helfen, die Übersicht über die Krankendaten zu behalten, sowie sich – nicht zuletzt – auch rentieren. Denn die digitalen Visitenwagen sparen nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Materialkosten für Papier und Röntgenbilder.

Neben Visitenwagen helfen auch moderne Operations-Technologien beim Sparen

Moderne Medizin im OP

Im OP gibt es Technologien, die chirurgische Eingriffe erleichtern

Doch nicht nur digitale Visitenwagen könnten den Krankenhäusern helfen, Kosten einzusparen – wenn man die Investition in eine teure Technologie wagt. Denn auch für den OP gibt es mittlerweile Technologien, die chirurgische Eingriffe erleichtern und Risiken vermindern können. Angefangen von Lampen, die per Sprachsteuerung an und ausgeknipst werden können, über eine intraoperative Radiotherapie, die von Carl Zeiss Meditec entwickelt wurde und eine schonende und verkürzte Behandlung für Brustkrebspatientinnen ermöglicht, bis hin zu Minirobotern, die den Chirurg bei einem Eingriff unterstützen.

Vor allem mit dem Minirobotern lassen sich Operationsrisiken vermindern, die Operationszeit verkürzen und ein Zweiteingriff vermeiden. Zudem versprechen die Hersteller der OP-Hilfen einen viel schonenderen Eingriff, da die Roboter präziser arbeiten können als ein Mensch. Das spart neben Arbeitszeit auch Geld, das in die Weiterbehandlung des fehlerhaft operierten Patienten gesteckt werden müsste.

Die Vor- und Nachteile der neuen Technologien:

Die Vorteile

  • Die Zeitersparnis: Hat man die neuen Technologien angeschafft, sparen sie schon nach einer kurzen Einarbeitungsphase viel Arbeitszeit ein. Nutzt man bespielsweise den digitalen Visitenwagen, lassen sich Krankenakten in Windeseile digitalisieren und abrufen. Zudem erleichtert es die Digitisierung, den Überblick über seine Daten zu behalten.

  • Schnelle Rentierung: Ein Großteil der modernen medizinischen Geräte rentieren sich schnell. Durch eine präzisere Operationen vermindert sich das Risiko eines notwendigen Zweiteingriffs oder auch von Operationsfehlern – und somit teuren Folgekosten.

Die Nachteile

  • Anschaffungskosten: Der große Nachteil neuer Technologien ist – wie auch in anderen Branchen – der extrem hohe Anschaffungspreis. Ein komplettes Krankenhaus auch nur mit digitalen Visitenwagen zu modernisieren, übersteigt in fast allen Fällen das Jahresbudget der Kliniken.

  • Funktionalität der Technik: Zudem kauft man mit neuen Technologien immer die Unsicherheit dazu, ob die Technik auch so tadellos funktioniert, wie sie beworben wird. Denn vor allem im OP können fehlerhafte Technologien Menschenleben kosten.

Der „Innovationstarif“ könnte den digitalen Visitenwagen bald Wirklichkeit werden lassen

Da die Vorteile der neuen medizinischen Technologien für die meisten Experten deutlich überwiegen, wird im deutschen Gesundheitssystem schon länger überlegt, wie sich eine Auflösung des Modernisierungsstaus durchführen lässt. Eine Abwälzung der Kosten auf die Krankenhäuser und Arztpraxen ist nicht möglich, da sie das Budget der Einrichtungen übersteigt. Stattdessen sollen die Bürger durch den sogenannenten „Innovationstarif“ die Kosten tragen: Umfragen ergaben, dass rund 50 Prozent der Bürger damit einverstanden wären, für moderne Behandlungen bis zu 20 Euro mehr an die Krankenkasse zu zahlen. Ob und wann dieser Tarif in die Tat umgesetzt wird, steht noch nicht fest, eine gute Lösung für den Modernsierungsstau ist er aber allemal.

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