Intervall-Diät: Besser als andere Diäten?

Seit geraumer Zeit ist die Intervall-Diät auf dem Vormarsch. Sie verspricht – natürlich –, die Pfunde purzeln zu lassen. Doch taugt das Konzept wirklich etwas? Lesen Sie hier, wie das Teilzeit-Fasten wirken soll, wie Sie es umsetzen und sich dabei am besten ernähren sollten.

Die Idee hinter der Intervall-Diät

Schlanke Frau mit Maßband um die Taille

Schnelles Abnehmen mit der Intervall-Diät? ©gettyimages/iStockphoto/artisteer

Der Mensch fastet seit Jahrhunderten. In vielen Religionen wird für etliche Wochen gefastet – der Aspekt der Diät ist bei diesem kulturellen Fasten aber eher zweitrangig, denn in erster Linie geht es hier um Enthaltsamkeit.

Striktes Fasten zur Gewichtsabnahme reinigt den Körper, kann aber auch kontraproduktiv sein, denn der Körper holt sich die benötigte Energie nicht automatisch aus dem unerwünschten Fett, sondern gern aus den Muskeln. Fasten soll aber nicht zum Muskelabbau führen, sondern zum Fettabbau.

Hier kommt die Intervall-Diät, auch Intervallfasten oder intermittierendes Fasten genannt, ins Spiel: Das Prinzip sieht vor, nicht konstant zu fasten, sondern „immer mal wieder“. Der Körper bekommt vorübergehend gar keine Nahrung und schaltet auf Fettverbrennung um.

Die Varianten der Intervall-Diät

Wie funktioniert eine Intervall-Diät? Die populärsten Varianten des Intervallfasten sind

  • die 8-Stunden-Diät (auch 8:16-Fasten)
    Bei dieser Methode wird in der Regel das Frühstück ausgelassen. Die erste Mahlzeit des Tages gibt es frühestens mittags um 12 Uhr, die letzte Mahlzeit bis 20 Uhr. In den 16 Stunden von 20 Uhr bis 12 Uhr wird gefastet. Der Zeitraum kann auch anders gewählt werden.
  • 5:2-Diät
    Bei dieser Diät darf an 5 Tagen normal gegessen werden, an den anderen zwei Tagen wird gefastet. Männer sollen sich an diesen beiden Tagen auf eine Kalorienaufnahme von maximal 600, Frauen auf 500 beschränken. Die beiden Fastentage sind frei wählbar, müssen nicht zusammenhängend sein.
  • Alternate Day Fasting
    Hierbei wird im Wechsel einen Tag gefastet und einen Tag normal gegessen. An den Tagen des Fastens dürfen nur 25 Prozent des Kalorienbedarfs, also auch etwa 600 bei Männern und 500 bei Frauen, zu sich genommen werden. Diese Methode ist wohl die härteste der drei vorgestellten Varianten der Intervall-Diät.

Egal, wie Du Deine intermittierende Diät taktest, wichtig ist für die Zeiten, in denen Du nicht fastest, dass Du nicht alles und noch mehr in Dich hineinstopfst, sondern Dich bei diesen Mahlzeiten maßvoll zeigst! Zudem halte zwischen den Mahlzeiten mindestens vier Stunden Pause ein, da der Körper ansonsten Insulin ausschüttet und der Fettabbau gestoppt wird. Und: Mache zusätzlich Fitness! Hier gibt es einige Tipps, wie Du Abnehmen mit Sport unterstützen kannst.

Die richtige Ernährung

Teller mit einem Wecker darauf

Bei der Intervall-Diät wird nach der Uhr gegessen – oder eben nicht ©gettyimages/iStockphoto/a_namenko

Die beste Diät nutzt nichts, wenn sie nicht mit einem vernünftigen Ernährungsplan verbunden ist. Das gilt auch für die Intervall-Diät. Wie bereits bemerkt: Wenn Du 16 Stunden fastest, aber in den übrigen acht Stunden unkontrolliert dreimal so viel isst wie üblich, wirst Du keinesfalls die gewünschten Ergebnisse erzielen. Versuche Dich vor allem an zwei Fastenregeln für Deine Ernährung zu halten:

  • Nimm so wenig wie möglich Kohlenhydrate auf, stattdessen lieber Proteine. So wird weniger Insulin ausgeschüttet und mehr Fett verbrannt.
  • Trinke ausreichend bis viel, aber gesund: Wasser oder ungesüßte Getränke sollten auf Deinem Ernährungsplan stehen.

Gerade wenn Du mit der Intervall-Diät beginnst, wird Dein Magen sich bestimmt das eine oder andere Mal laut zu Wort melden. Lass ihn knurren. Wenn Du während des Fastens Heißhungerattacken bekommst, bekämpfe diese mit vermehrter Flüssigkeitsaufnahme.

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