Gesundes Grillen: So musst Du im Sommer nicht verzichten

Grillen ist an und für sich eine sehr fettarme und schonende Zubereitungsform, gesundes Grillen ist dennoch ein wichtiges Thema. Zum einen schlagen Würstchen und Koteletts nicht nur gebraten, sondern auch gegrillt in der Fett- und Kalorienbilanz kräftig zu Buche. Andererseits können beim Grillen gesundheitsgefährdende Stoffe entstehen – zum Beispiel dann, wenn Fett in die Glut tropft. Mit einigen Tipps und Tricks muss aber niemand auf die sommerliche Grillparty verzichten.

Es muss nicht immer Steak sein

gesundes Grillen Spieße

Gegrilltes Gemüse ist gesund (c) iStock.com / wundervisuals

Gesundes Grillen kann sehr fett- und kalorienarm sein, wenn man einige Punkte beachtet. Bei der Auswahl des Fleisches solltest Du zu Hühnchen oder Pute greifen, am besten ohne Haut. Wer nicht so auf Geflügel steht, ist mit Schweinefleisch gut beraten. Solange es sich nicht um Schweinebauch handelt, ist Schwein immer noch fettärmer als Rind. Vorsicht bei Wurst, denn hier ist es umgekehrt. In Geflügelwurst steckt oft das meiste Fett. Auch beim Fisch gibt es große Unterschiede: Thunfisch und Lachs sind fetthaltiger als Forelle oder Scholle. Die gesunden Omega-3-Fettsäuren sind für eine ausgewogene Ernährung allerdings unerlässlich. Vegetarier greifen oft zu Grillkäse oder Halloumi. In einer 250-Gramm-Packung stecken bis zu 800 Kalorien – etwa so viel wie in zwei Bratwürsten. Käse-Fans begnügen sich besser mit kleinen Mengen, die beispielsweise in eine Mini-Paprika gefüllt werden können. Generell sind beim Gemüse keine Grenzen gesetzt: von bunten Spießen über Maiskolben bis hin zu Kürbisspalten oder Folienkartoffeln.

Fett- und Kalorienfallen lauern in den Beilagen

Fleisch, Fisch und Gemüse ist gegrillt fettärmer als gebraten und schmeckt dennoch knackiger und besser als gekocht. Gesundes Grillen scheitert daher meist an den Beilagen. Fettige Salat- und Grillsoßen mit Majo ersetzt Du am besten durch selbst gemachte Dips auf Joghurt-Basis und frischen Kräutern aus dem Garten. Diese schmecken genauso gut und sind gesund. Vollkornbrötchen mit leichtem Frischkäse sättigen besser als Baguette mit Kräuterbutter. Auf Brot kann aber auch komplett verzichtet werden. Greife besser zu Gemüsesticks, um die Zeit, bis fertig gegrillt ist, zu überbrücken. Als Nachtisch kannst Du gegrillte Obstspieße, zum Beispiel mit Banane und Ananas, servieren. Sie schmecken sowohl allein als auch zu kalorienarmen Kuchen.

Gesundheitsgefahren beim Grillen mit Holzkohle

gesundes Grillen Fisch

Fisch ist eine gesunde Alternative zum Fleisch (c) iStock.com / wundervisuals

Das Zischen und Bruzeln auf dem Rost gehört für viele Grillfans einfach dazu. Doch der Kohlegrill hat einen großen Nachteil: Wenn Fett in die Glut tropft und verbrennt, entstehen hochgiftige und krebserregende Stoffe, sogenannte „polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe“ (PAK). Diese gelangen über den Rauch ans Grillgut. Fleisch und Wurst sollten daher zum Wenden nie mit Gabel oder Messer angestochen werden, da so fetthaltiger Fleischsaft austritt. Greif also besser zur Grillzange.

Wer Wert auf gesundes Grillen legt, lässt auch ölige Marinade weg, die ebenfalls auf die Holzkohle tropfen kann. Auf Nummer sicher gehst Du, wenn Du Alufolie unter das Grillgut legst. So gelangt keine Flüssigkeit in die Glut. So schmackhaft sie auch sein mögen, schneide dunkle Krusten weg. Gepökeltes Fleisch und rote Wurstsorten sollten gar nicht auf dem Grill landen, da sie bei großer Hitze krebserregende Nitrosamine freisetzen.

Schonendes Grillen: Holzkohlegrills mit ungesunder Rauchentwicklung

Zugegeben: Holzkohlegrills sind nicht zu Unrecht so beliebt. Die Geräte sind günstig in der Anschaffung und sorgen durch die verwendete Kohle für echtes Grillfeeling. Sowohl Fleisch als auch Gemüse erhält herrliche Röstaromen und ein Grillmuster, das seinesgleichen sucht. Selbst den aufsteigenden Rauch empfinden viele Grillfreunde als zwingend erforderlich – obwohl er, wie gesagt, nachweislich problematisch für die Gesundheit ist. Wer darauf achtet, keinen Fleischsaft oder kaum Marinade ins Feuer tropfen zu lassen, kann den Rauch zwar reduzieren. Vollständig verhindern lässt er sich allerdings nie. Ist der Holzkohlegrill also wirklich unangefochtene Spitze und absolut konkurrenzlos unter den Geräten? Nicht wirklich, denn Gas- und Elektrogrills haben einen entscheidenden Vorteil: Schonendes Grillen ist mit ihnen viel leichter möglich.

Elektro- und Gasgrills für sanftes Garen mit vollem Aroma

Bei beiden Technologien entsteht kein potenziell krebserregender Rauch, der zudem ausgesprochen lästig sein kann. Selbst auf dem Balkon des Mietshauses lässt sich so dezent grillen, ohne dass die Nachbarn sich belästigt zu fühlen brauchen. Gerade Gasgrills erfreuen sich wachsender Beliebtheit, denn anders als Elektrogrills benötigen sie keine Steckdose in Reichweite – für das Picknick im Park sind sie also ebenso gut geeignet wie ein Holzkohlegrill. Grillgeschmack entsteht nur auf dem Holzkohlegrill? Mitnichten: Jede Menge Blindverkostungen haben mittlerweile ergeben, dass auch auf Gasgeräten ein herrlich aromatisches Gericht entstehen kann. Bist Du noch nicht überzeugt? Dann teste doch mal die Beigabe von etwas Raucharoma, das das Aroma intensivieren kann.

Wer einen Gasgrill kaufen möchte, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Herstellern. Gerade im Internet lassen sich die Geräte bequem vergleichen und bestellen: Bei z.B. diesem Online-Anbieter finden sich hochqualitative Markenprodukte in unterschiedlichen Größen.

Übrigens: Nicht nur in Sachen Gesundheit sind Gas- und Elektrogrills überzeugend. Sie sind auch üblicherweise besonders leicht zu reinigen. Noch dazu ist langes Vorheizen oder Abkühlen mit den Geräten überflüssig. Während also Gas- und Elektrogrills meist teurer sind als Holzkohlegrills, lohnt sich die Anschaffung für gesundheitsbewusste Viel-Griller durchaus.

gesundes Grillen Gemüse

Beim Elektrogrill entsteht kein giftiger Rauch (c) iStock.com / ALLEKO

Intelligentes Equipment für noch mehr Genuss

Nützliche und witzige Grill-Gadgets für gesundes Grillen – wie eine spezielle Grillpfanne oder ein digitales Thermometer – gibt es zum Beispiel bei Eurotops. Letzteres kann vor allem für unerfahrene Grillmeister eine echte Hilfe sein, um ihr Steak „auf den Punkt“ zu garen. Als Faustregel gilt: 50-55 Grad für ein „rare“ Steak mit sehr rotem Kern. Bei bis zu 63 Grad gelingt ein perfektes Medium-Steak und darüber wird es well done. Ebenso hilfreich sind Apps wie Grill Guide und Steak Timer. Diese unterstützen angehende Grillprofis bei Ihren ersten Schritten und ermöglichen gesundes Grillen mit Genuss.

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