Die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn dadurch können mögliche Krankheiten frühzeitig erkannt werden und können die Heilungschancen der Patienten verbessern. Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen sind sich der Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen bewusst und bieten anhängig vom Alter entsprechende Leistungen kann, damit zum Beispiel Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden können.

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig zur Früherkennung von Erkrankungen

Vorsorgeuntersuchungen sind nicht nur bei Kleinkinder wichtig, auch Erwachsene sollten zur Früherkennung gehen (c) istock.com/ naumoid

Es gibt verschiedenste Vorsorgeuntersuchungen für Babys, Kinder, Jugendliche und Männer sowie Frauen. Aber auch die Krankenkassen haben einen Vorteil – sie sparen bei einer Erkrankung, die frühzeitig erkannt wurde, Behandlungsgeld. Sie sollten sich unbedingt vor einem Arztbesuch bei Ihrer Krankenkasse informieren, welche Leistungen von dieser übernommen werden. Die meisten Krankenkassen teilen Informationen über ihren Leistungskatalog zur Vorsorgeuntersuchungen auf Ihren Webseiten. Aber auch telefonisch können Sie sich über die Früherkennung erkundigen.

Warum die Vorsorge so wichtig ist

Früherkennungsuntersuchungen sind wichtig, damit mögliche Krankheiten bereits früh erkannt werden und entsprechend behandelt und im besten Fall geheilt werden können. Allerdings nehmen sehr viele Menschen das Angebot der Krankenversicherung nicht in Anspruch. Gründe sind zum einen die persönliche Einstellung, dass man als gesunder Mensch nicht zum Arzt gehen muss. Zum anderen ist es die Unwissenheit über die Möglichkeit, durch die Krankenkasse finanzierte Untersuchungen zur Früherkennung in Anspruch zu nehmen.

Vorsorgeuntersuchungen bei Kinder

Direkt nach der Geburt eines Kindes beginnt die erste Vorsorgeuntersuchung, die sogenannte U1. Anschließend folgen die Untersuchungen U2 bis U11 und J1 und J2. Die Untersuchungen U10 bis J2 werden allerdings nicht immer von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

    • U1: 3. bis 10. Lebenstag
      • Überprüfung von Atmung und Herzschlag
      • Ermittlung des Körpergewichts, Körpergröße und Umfang des Kopfes
      • Testen von Reflexen, Muskelspannung und Überprüfung der Hautfarbe

 

    • U2: 3. bis 10. Tage nach der Geburt
      • Überprüfung der Motorik und der Organe (Herz, Lunge, Magen, Darm)
      • Überprüfung der Stoffwechselfunktion und Hormonproduktion

 

    • U3: 4. bis 6. Woche
      • Kontrolle der Körperhaltung
      • Ultraschalluntersuchung (Fehlstellung des Hüftgelenks)
      • Ermittlung des Körpergewichts, Körpergröße und Umfang des Kopfes
      • Testen des Hörvermögens

 

    • U4: 3. bis 4. Lebensmonat
      • Überprüfung der motorischen Entwicklung
      • eingehende körperliche Untersuchung
      • Prüfung der altersgemäßen Entwicklung

 

    • U5: 6. bis 7. Lebensmonat
      • eingehende körperliche Untersuchung
      • Prüfung der altersgerechten Entwicklung

 

    • U6: 10. bis 12. Lebensmonat
      • Kontrolle der Beweglichkeit und Sprache

 

    • U7: 21. bis 24. Lebensmonat
      • Überprüfung der Sinnesorgane und die motorische Entwicklung
      • Geistige und soziale Sauberkeitsentwicklung wird überprüft

 

    • U7a: 34. bis 26. Lebensmonat
      • Körperliche Gesundheit
      • Untersuchung auf psychische Erkrankungen
      • Überprüfung sonstiger Auffälligkeiten, Sprachentwicklung und Gewicht
      • Ermittlung möglicher allergischer Erkrankungen

 

    • U8: 46. bis 48. Lebensmonat
      • Überprüfung der Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, Geschicklichkeit, Muskelkraft, Überprüfung des Zahnstatus
      • Teste des Seh- und Hörvermögens, Sprachentwicklung, Sozialverhalten, Selbstständigkeit und Kontaktfähigkeit

 

    • U9: mit 5 Jahren
      • ähnlich wie U8, besonders wichtig im Jahr vor der Einschulung

 

    • U10: mit 7 bis 8 Jahren
      • Erkennen von Entwicklungsstörungen

 

    • U11: mit 8 bis 10 Jahren
      • Erkennen von Sozialisation- und Verhaltens- und Schulleistungsstörungen
      • Erkennung von Anomalien im und am Kiefer
      • Aufklärung zum gesundheitsbewussten Verhalten

 

    • J1: mit 12 bis 14 Jahren
      • Jugendgesundheitsuntersuchungen zur körperlichen, sozialen und sexuellen Entwicklung
      • Aufklärung über gefährdende Verhaltensweisen

 

  • J2: mit 16 bis 17 Jahren
    • Internistische und orthopädische Untersuchung
    • Erkennen von Verhaltensstörungen
    • Fragen zur Sexualität

Früherkennung bei Frauen

Vorsorgeuntersuchungen der weiblichen Brust

Frauen sollten neben der Untersuchung durch den Frauenarzt auch unbedingt selber zu Hause die Tastuntersuchung durchführen. (c) istock.com/ Piotr Marcinski

Erwachsene können einmal im Kalenderhalbjahr zur zahnärztlichen Vorsorge gehen. Ab einem Alter von 20 Jahren sollten Frauen jährlich zur Früherkennung von Krebserkrankungen zum Frauenarzt gehen. Dort wird ein gezieltes Gespräch mit dem Arzt stattfinden (Anamnese). In diesem werden Fragen zu Beschwerden, der Menstruation usw. geklärt. Im weiteren Verlauf untersucht der Frauenarzt den Muttermund, macht einen Krebsabstrich des Gebärmutterhals. Sowie eine Gynäkologische Tastuntersuchung. Zusätzlich wird ab dem 30. Lebensjahr ein Gespräch (Anamnese) zur Veränderung oder Beschwerden der Brust geführt. Außerdem wird mittels einer Tastuntersuchung die Brust und Lymphknoten untersucht, es wird zur dem eine Anleitung zur Selbstuntersuchung für zu Hause gegeben. Ab dem 35. Lebensjahr kann die Frau zusätzlich zu einer Früherkennung einer Hautkrebserkrankung gehen. Ab 50 Jahren wird die Brust der Frau mittels eines Mammographie-Screenings (spezielle Röntgenaufnahmen) alle zwei Jahre bis zum Ende des 70. Lebensjahr untersucht. Mit 55 Jahren werden Untersuchungen zur Früherkennung des End- und des Dickdarms durchgeführt.

Vorsorge in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen sollten zum Wohle des Kindes aber auch ihres eigenen Wohles zur Vorsorge gehen. Hat man keine Beschwerden, raten Frauenärzte zu einer Gesundheitsuntersuchung ab der fünften Schwangerschaftswoche (SSW). In diesem Termin wird zunächst die Schwangerschaft bestätigt und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Außerdem folgt eine Gespräch mit der schwangeren Frau. Während der Schwangerschaft sind ca. zehn Vorsorgeuntersuchungen, alle vier Wochen ein Termin, vorgesehen. Die Untersuchungen werden im Mutterpass festgehalten, welcher immer zu den Untersuchungen mitgebracht werden sollte.

    • SSW 4-5
      • Schwangerschaftstest

 

    • ab SSW 5
      • Erstuntersuchung mit einer Untersuchung der Bluts, Krebsvorsorge und der Mutterpass wird angelegt

 

    • SSW 9 bis 12
      • Vorsorgeuntersuchung, erster Ultraschall

 

    • SSW 11 bis 13
      • DNA-Bluttest, eventuelle Ersttrimester-Screening und Chorionzottenbiopsie

 

    • SSW 13 bis 19
      • Vorsorgeuntersuchungen (insgesamt 3)

 

    • SSW 19 bis 22
      • Vorsorgeuntesuchung, zweiter Ultraschall

 

    • 23 bis 28
      • Vorsorgeuntersuchung, eventuell zwischen 24 und 27 SSW Oraler Glukosetoleranztest

 

    • SSW 29 bis 30
      • Vorsorgeuntersuchung, dritter Ultraschall

 

    • ab SSW 32
      • Untersuchung des Bluts, ab diesem Zeitpunkt Vorsorgeuntersuchungen alle 2 Wochen, eventuell werden schon die Herztöne des Kindes und Wehen gemessen

 

    • SSW 36
      • Untersuchung auf B-Streptokokken mittels eines Abstrichs

 

    • SSW 29 bis 30
      • Vorsorgeuntersuchung, eventuell werden die Herztöne des Kindes und die Wehen gemessen

 

    • SSW 40
      • Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Tage, Herztöne und Wegen- Messung, Bestimmung der Fruchtwassermenge

 

Früherkennung bei Männern

Auch Männer können natürlich, wie Frauen, die Zahnvorsorge nutzen. Krankenkassen raten jungen Männern ab einem Alter von 18. Jahren sich einmal im Monat selbst zu untersuchen. Dabei sollte auf eine Verhärtung, Knoten, Vergrößerung oder Verkleinerung und Druckempfindlichkeit der Hoden geachtet werden. Im Altern von 20. bis 25. Jahren ist Hodenkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Ab 45. Jahren sollten Männer einmal im Jahr zur Vorsorge gehen, dabei werden die äußeren Geschlechtsorgane, die Prostata und die Lymphknoten abgetastet. Ab 20 Jahren sollten Männer alle zwei Jahre das Hautkrebs-Screnning nutzen. Ab dem einem Alter von 50 Jahren empfehlen Krankenversicherungen einmal jährlich zur Früherkennung von Darmkrebs zu gehen. Diese Vorsorgeuntersuchung besteht sowohl bei Männern als auch bei Frauen aus einer einer Darmspiegelung.

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