Die Anabole Diät – Möglichkeiten, Risiken und Tipps

Viele Bodybuilder kennen das: Ein guter Muskelaufbau am ganzen Körper, und dennoch gibt es ein paar Fettröllchen an der Hüfte, dem Bauch und den Beinen. Waren viele bisher der Meinung, dass nur eine fettarme Ernährung und Kardiotraining hilft, stellen einige Sportwissenschaftler nun – ähnlich dem Low-Carb Prinzip, der bei Schlank im Schlaf zum Tragen kommt – die Anabole Diät vor. Ist diese Diätform schwer? Für wen ist diese Diät geeignet? Gibt es gesundheitliche Risiken und was gilt es zu beachten?

Fett macht satt, Kohlenhydrate fett!
Ketogene Ernährung für Bodybuilder

Proteinreiche Lebensmittel wie Nüsse

Signifikant für die anabole Diät sind proteinreiche
Lebensmittel wie Nüsse

Auch wenn einige Menschen diese Tatsache nach wie vor glauben, so ist nicht Fett das Problem, welches zu Fettleibigkeit führt, sondern Kohlenhydrate. Aufgenommene Kohlenhydrate werden vom Körper in Glucose umgewandelt, die zur Energiegewinnung herangezogen werden kann. Wird die aufgenommene Energie nicht verbraucht (positive Energiebilanz), so werden die ursprünglichen Kohlenhydrate in Fett umgewandelt und eingelagert. Dieser Vorgang war zu Zeiten unserer Ur-Ahnen noch überlebenswichtig, da niemals klar war, wann es wieder genug Essen gibt. Heute stellt sich dieser Überlebenskniff der Natur als Problem heraus, da es in den Großteilen der Welt, zumindest bei uns, genug Essen gibt, aber keine „Dürreperiode“. Das Resultat: Mehr Energie als notwendig, und somit mehr Fetteinlagerungen!

 
Hier kommt die Anabole Diät ins Spiel, die eine ketogene Ernährung vorsieht.

Die Durchführung der Anabolen Diät

Die Anabole Diät ist wie die Metabole Diät als Low-Carb Methode einzustufen. Sie wird in zwei Phasen unterteilt: Phase I dauert 5 bis 6 Tage und sieht eine ketogene (kohlenhydratarme) Ernährung vor. In diesen 5 Tagen dürfen maximal 30 g Kohlenhydrate zugeführt werden. Nach Phase I beginnt Phase II, welche 1 bis 2 Tage dauert. In der zweiten Phase werden wieder Kohlenhydrate zugeführt, um den Körper quasi „vollzutanken“. Danach geht es weiter mit Phase I. Klingt einfach, ist allerdings schwer umzusetzen, da ein sehr starker Wille notwendig ist. Fett macht Satt und kann auch gegessen werden, doch ein langanhaltender Entzug an Kohlenhydraten ist um einiges schwerer als eine herkömmliche „Salatdiät“. Der Grund ist simpel. Da der Körper in Phase II wieder aufgeladen werden muss, darf hier auch auf „verbotene Lebensmittel“, wie zum Beispiel Pizza oder Hamburger, zurückgegriffen werden. Danach wieder eine „Null Kohlenhydrate Diät“ einzuhalten kostet Überwindung. Wird die Diät beendet, da das Ziel erreicht wurde, sollte nur langsam auf eine höhere Zufuhr von Kohlenhydraten gewechselt werden, da sonst ein Jojo Effekt eintreten kann.

Nahrungsmittel, meist sind es eiweißreiche Lebensmittel, für Phase I sind zum Beispiel:

  • Eier
  • Wurst
  • Nüsse
  • Proteinpulver

Damit Phase I auch wirklich effektiv ist, dürfen diese Nahrungsmittel weder gesüßt noch irgendwie anders mit Kohlenhydraten gewürzt sein.

Für wen ist die Anabole Diät geeignet?

Bodybuilder, die die letzten Fettröllchen wegschmelzen wollen profitieren von dieser Diät. Das Training kann und sollte wie gewohnt weiter verlaufen und die bereits bestehende Muskelmasse geht auch nicht verloren. Kraftsportler und Gewichtheber, die zum Beispiel eine Gewichtsklasse absteigen wollen, sollten auf diese Diätform verzichten, da der Mangel an Kohlenhydraten einen Kraftverlust nach sich zieht. Es ist ja viel weniger Energie vorhanden! Bodybuilder, die mehr Masse aufbauen wollen, sollten wie gewohnt auf Kreatin und Protein (weitere Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln gibt es hier: L-Carnitin) vertrauen, denn Masse kann mit der anabolen Diät auf keinen Fall entstehen.

Birgt die Anabole Diät Risiken?

Da bei der Anabolen Diät eine sehr niedrige Energiebilanz entsteht, sollten Diabetiker oder andere Athleten mit Stoffwechselstörung vor der Durchführung einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen. Ansonsten gibt es kaum Risiken. Der Entzug von Kohlenhydraten kann kurzzeitige Stimmungsschwankungen verursachen, die aber bei ausreichender Ablenkung nicht besonders schwerwiegend sind.

Start typing and press Enter to search