Adaptogene: Mit Heilpflanzen gegen Stressfaktoren?

Essen bei Stress – das kennen viele. Aber Essen, das gegen Stress wirkt? Sogenannten Adaptogenen wird genau diese Wirkung nachgesagt, denn ihre Inhaltsstoffe können wie echte Stresskiller wirken und sich so positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Doch in welchen Lebensmitteln sind Adaptogene enthalten? Was gibt es rund um die Anti-Stress-Ernährung zu beachten?

Fitteres Immunsystem durch Adaptogene?

Adaptogene Heilpflanzen

In frischen Smoothies sind Adaptogene besonders lecker. (c)istock.com/Foxys_forest_manufacture

Sogenannte Adaptogene sind seit den 1950er Jahren ein Begriff, als der Wissenschaftler Nicolai Vasilevich Lazarev ihre Wirkungsweise näher erforschte. Er fand heraus: Es gibt Pflanzen, die einen sehr spezifischen Effekt auf den menschlichen Körper zu haben scheinen. Die Wirkung kommt demnach immer dann zum Tragen, wenn die körperliche oder geistige Belastung zunimmt: Schnell kann es hier im Bereich des Hypothalamus, der Nebennieren, des vegetativen Nervensystems und der Hirnanhangsdrüse zur Produktion von Stresshormonen kommen.

Als Reaktion darauf unterstützen die Inhaltsstoffe der Adaptogene das Immunsystem so, dass der Mensch besser mit der erhöhten Belastung umgehen kann. Wie genau das funktioniert? Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden im Körper reguliert. Symptome von Stress, sogar eine Gefahr von Burnout, sollen sich so reduzieren können, gleichzeitig findet potenziell der Hormonhaushalt zurück ins Gleichgewicht.

Adaptogene: Beispiele für die Vitalstoffe

Doch in welchen Produkten sind die Adaptogene vorhanden? Forscher haben mittlerweile einige Quellen ausfindig gemacht. Die genaue Wirkungsweise kann hier variieren: So gibt es einige Adaptogene, die deshalb Stress reduzieren können, weil sie beruhigend wirken. Andere dagegen sind eher anregend und fördern auf diese Weise die Widerstandskraft des Organismus.

Shiitake

Der Pilz kann nicht nur das Immunsystem positiv beeinflussen, zusätzlich wird ihm nicht nur eine Anti-Stresswirkung, sondern auch eine positive Wirkung auf den Blutfettspiegel und auf die Darmflora nachgesagt.

Rosenwurz

Rhodiola Rosea gilt nicht ohne Grund als Heilpflanze – laut Überlieferungen setzten schon die Wikinger auf ihre stärkende Wirkung. Noch heute kommt Rosenwurz als pflanzliches Medizinprodukt regelmäßig gegen Abgeschlagenheit beziehungsweise Müdigkeit zum Einsatz.

Ginseng

Auch Ginseng gilt als wirkungsvolles Adaptogen. Die Pflanze kann in Zeiten starker Belastung die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erhöhen und soll zudem das Immunsystem positiv beeinflussen.

Schlafbeere

Die Beere, auch als Ashwagandha oder Winterkirsche bekannt, ist ebenfalls ein verbreitetes pflanzliches Heilmittel. Die Inhaltsstoffe können unter anderem Schlaflosigkeit – ein verbreiteter Stressor – bekämpfen.

Tulsi

Die Heilpflanze, gelegentlich auch indisches Basilikum genannt, enthält wertvolle Antioxidantien und kann gleichzeitig das Immunsystem wirksam stärken und die Hormone im Körper ins Gleichgewicht bringen.

Maca-Pflanze

Unter den Adaptogenen wirkt Maca als der Energiebringer schlechthin. Die Wurzelknolle kann den Körper auf sanfte Weise stimulieren und Ausdauer und Widerstandskraft wirksam unterstützen.

Reishi

Die Inhaltsstoffe des Pilzes können, ähnlich wie die Winterkirsche, gegen Schlafprobleme eingesetzt werden. Auf diese Weise kann der Körper sich regelmäßig erholen, Sie fühlen sich eher fit und Stress kann Ihnen potenziell weniger anhaben.

Adaptogene: Hinweise zur Einnahme

Die Adaptogene sind in unterschiedlicher Darreichungsform verfügbar. Häufig kommen sie als Kapseln beziehungsweise Extrakt, als Pulver, Tabletten oder Tinkturen zum Einsatz und können als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Viele Menschen mischen beispielsweise das Pulver vor der Einnahme mit Wasser, andere geben es pur als gesunde Zutat in selbst gemixte Smoothies. Einige Pflanzen, zum Beispiel Tulsi, sind dagegen auch als Tee beliebt.

Grundsätzlich ist nichts gegen eine regelmäßige Einnahme der Adaptogene einzuwenden. Schließlich handelt es sich um rein natürliche, pflanzliche Substanzen, die frei sind von Giften. Andererseits: Nur weil ein Produkt rein pflanzlich ist, muss es nicht zwingend selbst in höchsten Dosen vollständig unproblematisch sein. Noch hat die Wissenschaft keine eindeutigen Aussagen gefunden, inwiefern die Einnahme von Adaptogenen unbedenklich ist. Sprechen Sie deshalb am besten mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Heilpflanzen in Ihre Ernährung integrieren – so lässt sich Ihre individuelle körperliche Verfassung am besten berücksichtigen.

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